Klimawandel

1. Was ist Klima?
Das Klimasystem besteht aus den Teilsystemen Land, Ozean, Atmosphäre, Biosphäre und Eissphäre, die unterschiedlich schnell auf äußere Einflüsse reagieren. Das Klima wird durch Mittelwerte, Extremwerte und Häufigkeiten der Wetterparameter (wie Temperatur und Niederschlag) über mehrere Jahrzehnten beschrieben.

2. Was ist der natürliche Treibhauseffekt?
Natürliche Treibhausgase in der Atmosphäre, das sind Wasserdampf, CO2 (Kohlendioxid), Methan, Lachgas und weitere, halten einen Teil der Wärme-Abstrahlung der Erde zurück. Das führt zu einer Erwärmung und dadurch erst zu lebensfreundlichen Bedingungen auf der Erde.

3. Was ist der anthropogene Treibhauseffekt?
Menschliche Aktivitäten bewirken einen zusätzlichen Ausstoß von Treibhausgasen. Vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger im Bereich Stromerzeugung, Wärme und Verkehr in allen Sektoren, aber auch durch Veränderung der Landoberfläche (z. B. durch Abholzung, Landwirtschaft oder Viehzucht). Dies verstärkt den Treibhauseffekt.

 Temperaturanomalien in D 1881 - 2024

 https://www.dwd.de/DE/leistungen/zeitreihen/zeitreihen.html

 

Das Klimasystem folgt natürlichen Schwankungen, die von internen und externen Faktoren beeinflusst sind. Aufgrund der menschgemachten Verstärkung des Treibhauseffekts liegt die derzeitige Klimaänderung außerhalb der natürlichen Schwankungsbreite. Ein menschengemachter Erwärmungstrend ist klar erkennbar.

4. Was können wir tun?
In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Zunahme der Treibhausgas-Emissionen durch Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum angetrieben. Unser Wirtschaftssystem, unser Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Wohlstand sind eng mit der Nutzung fossiler Energieträger verbunden. Um den Klimawandel und seine Folgen abzumildern, sind eine Umstellung auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienzsteigerungen und CO²-Senken unverzichtbar.

 

Broschüre über Grundlagen der anthropogenen (von Menschen gemachten) Klimaerwärmung und die gezielt verbreiteten Zweifel daran 

Schon lange warnt die Klimaforschung vor einer drohenden Klimaerwärmung, die für die – an die heutigen klimatischen Verhältnisse angepasste – menschliche Gesellschaft große Gefahren birgt. Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig. Das Umweltbundesamt (UBA) hat dazu schon 2013 eine Broschüre entwickelt, die Sie hier finden können UBA Und sie erwärmt sich doch .

 

Der Pariser Gipfel als Friedenskonferenz

Beim Klimagipfel in Paris ging es nicht nur um die Verhinderung irreversibler Klima­schocks, die bei einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur um mehr als 2 Grad Celsius erwartet werden, sondern auch um die Verhinderung zunehmender weltweiter Instabilität mit den Folgen inner- und zwischenstaatlicher Konflikte und wachsender Flüchtlingsströme.

 

In vielen Weltregionen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, können die Folgen des Klimawandels bereits vorhandene Spannungen und Konflikte um fruchtbares Land, um Wasser und andere natürliche Ressourcen dramatisch verschärfen. So rechnet die OECD bei ungebremstem Klimawandel bereits in naher Zukunft mit weltweit mehr als 200 Millionen Klima­flüchtlingen. Was wird geschehen, wenn wir den Klimawandel nicht stabilisieren und den betroffenen Ländern bei der Bewälti­gung der nicht mehr vermeidbaren Folgen des bereits nicht mehr vermeidbaren Klimawandels helfen?

 

Vor diesem Hintergrund hat die in Deutschland eingeleitete Energiewende eine weit über den direkten Klimabeitrag Deutschlands hinausgehende Bedeutung. 

 

Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern. (Nelson Mandela)