Was kommt nach der Öl- und Gasheizung?

Unter strikter Einhaltung der Corona-Maßnahmen verfolgten die rund 50 Anwesenden zunächst den Auftaktvortrag der SPD-Bundestagsabgeordneten
Marja-Liisa Völlers zur Klimaschutzpolitik der Bundesregierung.
Anschließend leitete der SPD-Unterbezirksvorsitzende Carsten Ruhnau als Moderator über an Christiane Bork-Jürging aus dem BEnW-Vorstandsteam, die mit Ihrem Vortrag "Klimafreundlich heizen - warum und wie?" mit
Blick auf bevorstehende Klimakipppunkte und das verbleibende CO2-Restbudget allen Teilnehmenden noch einmal die Dringlichkeit kurzfristigen Handelns vor Augen führte. Nach der Darstellung des erheblichen Anteils des Gebäudesektors am CO2-Gesamtausstoß sowie der Illustration, dass sich durch energetische Sanierung bis zu 90% des Energieverbrauchs im Vergleich zum Altbau sparen lassen, legte Christiane dar, warum es sowohl ökologisch als auch ökonomisch nicht ratsam ist, jetzt noch eine  Gasheizung einzubauen. Denn damit würde man sich bis etwa zum Jahr 2040 auf diese Auslauftechnik festlegen - ein
Zeitpunkt, zu dem Deutschland schon nahezu klimaneutral sein will und die CO2-Steuer zur Erreichung einer  entsprechenden Lenkungswirkung voraussichtlich ein Mehrfaches des aktuellen Niveaus betragen wird.

Anschließend stellte unser Vereinsmitglied Dipl.-Ing.  Manfred Krause, der als Energieberater für die Verbraucherzentrale tätig ist, CO2-neutrale zukunftsfähige Heizsysteme vor, wobei der Fokus auf der besonders effizienten Wärmepumpentechnik liegt. Technisch fundiert
räumte er mit dem immer noch weit verbreiteten Gerücht auf, Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) seien geeignete Lösungen, um klimaneutral zu heizen oder PKW zu fahren. Denn zwischen 60% und 90% des  Energieeinsatzes gehen hier durch Umwandlungsverluste und Ineffizienzen verloren! Mit Blick darauf, dass in den nächsten Jahrzehnten weder in Deutschland noch global ausreichend grüner Strom zur Verfügung stehen wird und laut Klimaschutzkonzepten der Bundesregierung wie auch der relevanten Verbände ein erheblicher Teil der CO2- Reduktion durch Effizienzverbesserung und  Energieeinsparung erfolgen muss, ist dies also in keiner Weise ein probates Mittel zum Erreichen der Klimaziele. Am Ende der Veranstaltung entwickelte sich eine interessante Diskussion mit vielen Sanierungswilligen aus dem Publikum, und auch die Möglichkeit zum Dialog zwischen politischen Vertretern und Vereinsmitgliedern wurde rege genutzt. Insgesamt aus Sicht aller Beteiligten eine durchweg  gelungene Veranstaltung - Fortsetzung nach der Wahl ausdrücklich nicht ausgeschlossen!

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Veröffentlichung

Fr, 20. August 2021

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