Regenerative Energien
Zu den regenerativen Energiequellen zählen Wind, Sonne, Geothermie, Biomasse und Wasser. Der Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung aus diesen Quellen ist eine zentrale Säule der Energiewende. Ihr Anteil an der installierten Kraftwerksleistung wächst kontinuierlich.

Während sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in den letzten 10 Jahren fast verdoppelte und im Oktober 2025 bei 64,2 Prozent lag, verändern sich die Anteile in den Bereichen Wärme (17,8 Prozent) und Verkehr (7,3 Prozent) vergleichsweise langsam. Beide Bereiche müssen zukünftig stärker in den Fokus rücken, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen.
Die Bundesregierung peilt an, dass der Anteil von Ökostrom am gesamten Strommix bis 2030 bei 80 Prozent liegt. Es bleibt also noch etwas zu tun bei der Energiewende.
Effiziente Energiespeicherung und Netzzuverlässigkeit sind die wichtigsten technischen Herausforderungen der Energiewende
Da die Erneuerbaren Energien nicht immer gleichmäßig Tag und Nacht und rund ums Jahr ausreichend verfügbar sind, muss ein System aus Speichern aufgebaut werden, um die Energien fortwährend und auf Dauer zur Verfügung zu haben. Für die elektrische Energie können Batteriespeicher am Ort der Erzeugung (Gebäude), als rollende Speicher in Automobilen, als zentrale Speicher in Wohnquartieren und Gewerbegebieten und weitere als regionale und überregionale Speicher (als Kaskade) aufgebaut werden, um Bedarfsspitzen auf der einen Seite und Erzeugungsflauten andererseits abzufedern und auszugleichen. In letzter Zeit rückt die Speicherung von Wasserstoff in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Im August 2024 hat das BMWE Optionen für das zukünftige Strommarktdesign und damit für eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Strom- und Energieversorgung vorgelegt.
Durch Einspeisemanagement (Drosselung) verlorene Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien
Bei einer drohenden Überlastung der Stromnetze können Abregelungen notwendig sein. Durch die Drosselung von Erneuerbare-Energien-Anlagen wird zeitweise weniger Strom in das Stromnetz eingespeist, als die Erneuerbaren eigentlich erzeugen könnten. Der größte Anteil der abgeregelten Strommenge entfällt dabei auf die Windenergie. Im Jahr 2022 gingen auf diese Weise 8 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien verloren, das waren etwa 1,4 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Auslöser für die Abregelung ist der Stromnetzausbau.
Die Realisierung des Netzausbaus hinkt den Planungen weit hinterher und schränkt so die Erneuerbaren-Einspeisung gerade in Regionen mit viel Wind weiterhin ein. Statt Anlagen abzuregeln, wäre es sinnvoller, überschüssigen Strom als Wasserstoff oder Methan zu speichern und später zu nutzen oder ihn in anderen Anwendungen ("Sektorenkopplung") zu nutzen. Es braucht mehr flexible Vor-Ort-Lösungen und mehr intelligente Sektorenkopplung. siehe auch: https://blog.naturstrom.de/energiewende/abregelung-von-erneuerbaren-energien/
Welcher Energieträger ist für die Stromproduktion am günstigsten?
Gemäß einer Studie des FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR SOLARE ENERGIESYSTEME ISE ist
Photovoltaik aktuell bei den reinen Stromproduktionskosten die günstigste Form der Stromerzeugung in Deutschland.
[Grafik, Datenquelle Fraunhofer ISE 2024]
Stromaustauschsaldo Deutschlands
Der Stromaustauschsaldo Deutschlands betrug im Jahr 2023 rund 7,3 Terawattstunden, im Jahr 2024 rund 23,5 Terawattstunden. Dies bedeutet, dass Deutschland im Jahr 2024 rund 23,5 Terawattstunden mehr importierte, als es exportierte, siehe Diagramm statista. Im ersten Halbjahr des Jahres 2025 importierte Deutschland rund vier Terawattstunden mehr Strom aus Dänemark, als es nach Dänemark exportierte. Nach Österreich hingegen exportierte Deutschland mehr Strom, als es vom genannten Land importierte.
Ich vertraue der privaten Initiative und glaube, dass sie die stärkste Kraft ist, um aus den jeweiligen Gegebenheiten den höchsten Effekt herauszuholen. (Ludwig Erhard)








